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  • Ronald

Barberspan

Und es streikte wieder, das zuverlässige Wüstenpferd, was uns schon über 7000 km durch Afrika gefahren hatte. Mit der Erfahrung des Vortages und Hilfe eines weiteren netten Herren sprang es mit dem Starthilfekabel dann gleich an. Ab jetzt machen wir bei jedem längeren Halt die Batterie stromlos, das wird funktionieren.

Für die rund 800km nach Johannesburg haben wir noch zwei Tage zur Verfügung. Den nächsten Stopp hatten wir in der Gegend von Kumuran geplant und wählten die Red Dune Road, die deutlich kürzer ist als der Weg über Upington. Nicht beachtet hatten wir, dass die ersten 150 km übelste Gravelroad sind, so dass sich die Einsparung der Kilometer durch die längere Fahrtzeit als Nullrunde heraus stellte. Nach 4 Stunden waren war dann in Kumuran , einem überaus unangenehmen und dreckigen Nest, so dass wir ohne Halt weiterfuhren. Nach weiteren 3 Stunden erreichten wir Barberspan, einen Campingplatz an einem großen See. Der Platz hat seine besten Jahre schon lange hinter sich, da kann sich ein Investor mit viel Geld mal richtig austoben. Außer uns waren nur zwei junge Männer dort, die bis um 2h nachts angelten. Da der See mitten zwischen riesigen landwirtschaftlichen genutzten Flächen liegt und keinen sichtbaren Zufluss hat, stellen wir uns die Frage der Wasserqualität, aber die Jungs hatten auf jeden Fall Spaß und Erfolg. Der Barmann war der unfreundlichste Typ, den wir in den letzten Wochen getroffen haben, Augen auf bei der Berufswahl.

Nach einem Dinner mit Bohnen und Eierreis und einem Glas Schampus mit Blick auf die untergehende Sonne beendeten wir den ereignislosen Tag und erhaschten vor dem Schlafengehen noch eine Sternschuppe.




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