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  • Ronald

Offroad und Einsamkeit 

Heute haben wir zuerst unseren Reifendruck abgesenkt, der mit 3 bar für das Gelände deutlich zu hoch war. Unsere Strecke war heute 50 km in den Park hinein. Ronald hatte diese extreme Offroad-Situation hier im Richtersveld (Ai-Ais) Nationalpark so nicht erwartet. Wir haben teilweise fast „kopfüber“ gestanden und sind dabei von rechts nach links geflogen. Die beiden Pässe im Nationalpark, die wir überqueren mussten, stellen einen hohen Anspruch an den Fahrer und das Auto. Für die Strecke benötigten wir gute 3 ½ Stunden.

Das Camp Gannakouriep ist unter dem Aspekt, dass es im absoluten Nichts liegt, unglaublich komfortabel. Wir haben sogar eine Dusche und sowas ähnliches wie eine Küche. Gudrun hat erst einmal unsere Wäsche gewaschen. Es ist hier so trocken, dass die Wäsche innerhalb von maximal 2 Stunden von der Leine kann. Zu Gudruns Entsetzen gibt es hier keinen Mobilfunk- Empfang. Das einzige Geräusch, was man hier hört, ist das Rauschen des eigenen Blutes im Ohr.

Wir sind hier wirklich ganz alleine, im Umkreis von 50 km dürfte es keine Menschenseele geben . Sicherheitshalber haben wir unser Satellitentelefon kurz in Betrieb genommen, es funktioniert! Wir haben entschieden, das noch abgelegenere 2. Camp morgen nicht mehr anzufahren, da wir sonst in Zeitnot kommen würden. Der Rückweg würde zwischen 6 bis 8 Stunden bedeuten, meistens im ersten oder zweiten Gang. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf unserer Fahrt lag bei 12 km/h. Man fühlt sich hier wie in einem alten Western und erwartet, dass gleich ein Trupp Banditen um die Ecke geritten kommt.

Ronald hat jetzt erstmal zwei Dosen Bier vernichtet, die er sich auch verdient hat .

Unsere einsame Position heute: -28.386999,17.159796 mit Google Earth müsste man 5 kleine Häuser erkennen können. Die Position ist ungenau.

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