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Vergebliche Suche in Puros

Aktualisiert: 27. Sept 2019

Die Strecke weiter gen Norden nach Puros war auf den ersten 20 km wirklich grottenschlecht, aber die Reifen hatten ja schon andere Sachen durchfahren als eine kilometerlange steinige und steile Buckelpiste. Glücklicherweise waren unsere Reifen nagelneu mit dickem M&S-Profil. Puros ist ein typisches namibisches Dorf mit verstreut liegenden viereckigen Blechhütten auf einer baumlosen trockenen Fläche. Unser Campground war dann überraschenderweise der Oberknaller. Die Feuerstelle lag im Flussbett des Hoarusib. Die Toilette und die Dusche hatte man in einen grünen dicken buschigen Baum geschnitten. Der Duschkopf hing im Geäst und es gab sogar richtig heißes Wasser. Empfindliche Seelen hätten die Krise bekommen – es könnte ja eine Schlange aus dem Baum herunterfallen. Es gibt dort auf dem von der lokalen Gemeinde verwalteten Campground auch keinen Strom. Die beiden jungen Frauen, die dort arbeiten, kamen später zu unserem Platz angeschlendert und baten uns, ihre Handys aufzuladen. Mit unserem Solarstrom war das kein Problem, da haben wir gerne geholfen. Am Morgen ging uns dann nach 50 Tagen das Koch-Gas aus. Ronald baute dann kurzerhand die 3- Liter-Flasche vom Geyser ab und kurz danach waren die Spiegeleier zum Frühstück fertig. Die erwarteten Elefanten und Nashörner waren hier doch eine Fehlanzeige. Wir haben dann beschlossen, dem Flussbett des Hoarusib weiter nach Süden zu folgen. Völlig verblüffend sind wir auf ein kleines Flüsschen gestoßen, dass sich durch den Canyon schlängelt. Dumm nur, dass wir immer wieder durch das Wasser fahren mussten. Nach der 10. Wasserdurchfahrt standen wir vor einer Wasserfläche mit unklarer Tiefe und mit tiefem Matsch auf beiden Seiten. Wir haben dann aufgegeben. Mit nur einem Auto und noch verbleibenden 10 km im Flussbett in der Einsamkeit im Matsch zu wühlen, schien uns zu riskant. Auch für die Seilwinde haben wir auf der anderen Seite keinen geeigneten Baum gesehen. Auf dem Rückweg ist uns dann doch noch ein Wüstenelefant über den Weg gelaufen. Heute Abend sind wir im Fort Sesfontein, was einmal eine Militär- und Polizeistation war und zu einer schönen Lodge umgebaut wurde. Die Wände bestehen zum Teil aus Lehm und im Raum ist es ohne Klimaanlage wunderbar kühl. Draußen sind 42 Grad! Unsere Position im Hoarusib: -18.824012,12.910841

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