
Einreise nach Sambia
Um von Namibia nach Sambia einzureisen, gibt es zwei Möglichkeiten: die Grenzübergänge in Katima Mulilo mit der direkten Einreise und der in Kazingula mit einer kurzen vorherigen Ein- und Ausreise nach Botswana. Ersterer soll gut sein und der über Botswana wegen Unmengen an LKWś mit vollem Chaos an der Grenze. Trotz einer Warnung eines einheimischen Reiseführers, dass die Strasse in Sambia zu unserem Ziel Livingstone schlecht sei, sind wir direkt aus Namibia eingereist.
Als erstes wird man auf der sambischen Seite von rund 50 illegalen Geldwechslern bedrängt, da man im späteren Verlauf der Einreiseformalitäten Kwacha braucht, die man im Vorfeld nicht tauschen kann. Ronald wusste aber, dass es irgendwo einen Bankschalter geben musste, den wir auch fanden. Gudrun und Heike gingen hin. Obwohl wir die einzigen Kunden waren, dauerte das Wechseln über eine halbe Stunde, da der Mitarbeiter erst umständlich mit einer Fernbedienung die angeschlagenen Wechselkurse vom Vortrag Ziffer für Ziffer änderte, dann 2x den Pass kopierte, alle Angaben in ein System gab, unsere Dollar 4x zählte, mit seinem Nadeldrucker eine Quittung ausdrucke, auf der man wiederum 2 unterschreiben musste und seine Adresse und Telefonnummer angeben musste. Das ausgezahlte Geld, wir erhielten für 550 US-Dollar 10900 Kwacha, hingegen zählte er nicht, sondern reichte uns direkt das Geldbündel rüber.
Der eigentliche Einreiseprozess begann mit Fiebermessen, danach gab es das Visum. Wer glaubt, dass es damit erledigt war, irrte sehr. Es kamen noch der Zollprozess für das Auto, was allein zwei Stunden gedauert hat, deun man mit US-Dollar und Kwacha mit der Karte zahlen konnte, dann die Strassengebühr, für die man 650 Kwacha in bar benötigt, um dann wieder zum Zoll zu gehen, um ein Formular zu bekommen, mit dem man das Auto in Sambia einführen dürfte. Insgesamt muss man an vier Schalter, die in verschiedenen Gebäuden sind, die Reihenfolge erfährt man immer erst dort.
Nach sage und schreibe 4 Stunden sowie vielen Stempeln und mehrfacher Eintragung von Pass,-Auto-, Fahrgestell und Telefonnummern, ging es endlich weiter. Die „Strasse“ , die die sambische Regierung selber als „sanierungsbedürftig“ bezeichnet, ist eine Katastrophe. 5 Stunden Slalomfahren bei max. 40 kmh, tiefe ,sehr tiefe Löcher und Pfützen, praktisch auf der gesamten Strecke war der Asphalt weg, danach waren wir platt. Bei Dunkelheit gegen 18.30h, sind wir endlich in Livingstone angekommen. (Bei Dunkelheit zu fahren ist wirklich keine gute Idee). Nach einem kurzen Einkauf von frischen Lebensmitteln für das Abendbrot und Frühstück gings zum Campground. In Baobab Campsite war natürlich keiner mehr da, also haben wir uns einfach einen Stellplatz gesucht. Wir kochten uns eine Kleinigkeit und fielen erschöpft ins Bett.
Heike und Martin hatten für den frühen Morgen einen Helikopter Flug über die Viktoria Fällen gebucht, das war toll, aber auch nicht gerade billig. Die Fälle haben zu dieser Jahreszeit allerdings nur wenig Wasser. Ronald nahm erstmalig die Starlink Antenne in Betrieb, das Internet ist so schnell, das ist wirklich fantastisch. Nach einem Großeinkauf von Getränken und Lebensmitteln für die nächsten 9 Tage ging es mittags weiter in den Ort Kalomo zum Guinea Fowl Camp, unser Zwischenziel vor dem Kafue-NP. Hier gab es erstmalig Bratkartoffeln mit Bouletten vom Grill, was alle glücklich machte. Nach feurigen Gesprächen am Lagerfeuer ging es nach einer kurzen Nacht am nächsten Morgen weiter.



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