
Lusaka
Wir starteten gegen 8h vom Roys Camp. Entgegen aller vorhergehenden Informationen war die Straße nach Lusaka gut ausgebaut. Für die Menschen, die an der Straße wohnen und ihre Produkte, meist Obst, Gemüse und Holzkohle, verkaufen wollen, erschwert das das Geschäft, für den Verkehr geht es dadurch schneller. Veränderung hat oft unterschiedliche Auswirkungen.
Entlang aller Hauptstraßen wohnen sehr viele Menschen, eigentlich sieht man spätestens nach einer Minute wieder jemanden, der an der Straße entlang läuft. Sambia hat ca. 22 Millionen Einwohner, also fast 10x so viel wie in Botswana oder Namibia bei ähnlicher Fläche.
Wenn jemand glaubt, in Berlin ist viel Verkehr, der sollte sich mal Lusaka ansehen. Irgendwie regelt sich alles ohne Ampeln die zwar da sind, aber größtenteils nicht in Betrieb sind. Das Tempo in der Stadt beträgt ca. 10 kmh. Verkäuferinnen und Verkäufer mit vielfältigen Angebot von Obst, Gemüse, Süßigkeiten und Sonstigem.
Im Supermarkt in der Waterfall-Mall füllten wir unsere Lebensmittel- und Getränkevorräte auf, gingen tanken und weiter ging es.
Unser Navi führte uns in eine Gated Community, ein durch ein Tor und Wachpersonal gesichertes Wohngebiet, in dem alle Anwesen extrem abgeschirmt waren. Kameras, hohe Zäune, sehr gepflegte Vorgärten..hier wohnen nur Menschen, die wahrscheinlich im Vergleich zum Landesdurchschnitt sehr viel Geld verdienen. Auch die internationale Schule von Lusaka und das ziemlich pompöse Anwesen von World Vision befindet sich dort.
Nach einem kleinen Umweg und über eine sehr schlechte Straße kamen wir nach insgesamt rund 6 Stunden im Pioneers Camp an. Der Campground gehört zu einer Lodge und es waren außer uns noch eine einheimische Familie und ein Pärchen dort. Rund um das Camp gibt es mehrere kirchliche Ferieneinrichtungen, in denen bis spät in die Nacht gesungen wurde. Wir haben im Restaurant zu Abend gegessen und sind dann unter dem Geräusch eines lauten Generators schlafen gegangen.



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