
Von Kaingu in den nördlichen Kafue zum Saba Campground
Die River Road in Richtung M9 wird in der Regenzeit von November bis Mai gesperrt, weil man dann an mehreren Stellen im tiefen Morast oder im Wasser stecken bleiben könnte. Da auf diesen 50km, für die wir knapp 3 Stunden benötigt haben, aktuell drei neue Lodgen gebaut werden, die dann nur über diese Straße oder das Wasser erreichbar sind, kann man davon ausgehen, dass sie mittelfristig „normal“ befahrbar sein wird. Gestern ging das nur mit einiger Overlander-Fahrerfahrung, an manchen Stellen geht es steil runter und wieder rauf, das Auto steht fast senkrecht zur Straße.
Am Kafue Hook Bridge Gate an der M9, das Gate zum nördlichen Teil des Parks, benötigten wir wieder eine halbe Stunde, um das Permit zu bekommen, da wieder alle Daten aller vier Pässe, alle Autonummern etc., die Bezahlung erfolgte dann wieder ausschließlich in bar, entweder in US-Dollar oder in Kwacha. Auf unserem Permit steht Gudrun als Vorname und ihren beiden anderen Vornamen als Nachnamen, aber das wird alles nicht so eng gesehen. Am Gate steht ein großes Schild „Tsetse Fly Control Point“, und dass alle Autos mit Insektizit besprüht werden. Es rührte sich aber niemand, auf Nachfrage erfuhren wir, dass ihnen das Mittel ausgegangen ist..
Wir hatten versucht, vom Gate aus, wo es sensationeller weise auch eine frei benutzbare Starlink-Verbindung gab, im Saba-Camp anzurufen, um nach der Verfügbarkeit zu fragen, aber es ging keiner ran, so fuhren wir einfach los. In der gesamten Zeit bisher in Sambia haben wir keinen einzigen anderen Touristen gesehen, der allein mit den Camper unterwegs war, so gingen wir einfach das Risiko ein, ohne Buchung dort hin zu fahren.
Nach gut 1 ½ Stunden kamen wir an, unterwegs waren wir an einem großen Hippo-Pool und einigen Antilopen vorbei gekommen, die Straße war gut ausgebaut und befahrbar.
Außer uns ist niemand hier, nach einigem hin und her entschieden wir uns für den Platz No 4 mit Blick auf Fluss. Die Ablution-Blocks sind absolut super, jeweils 2 Duschen und Toiletten, top sauber, die besten, die wir bisher in Afrika hatten.
Wir gönnten uns einen Sundowner am platzeigenen Strand und genossen einen sensationellen Sonnenuntergang.
Abends bereitete Martin auf dem Grill ein ebenfalls sensationelles Steak zu, dazu gab es Gudruns Kartoffelbrot, ein paar Bohnen und eine gute Flasche Rotwein.
Gegen 21.30h gingen wir nach einem langen Tag erschöpft schlafen.



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