
Old Petauke Road
Nachdem uns in der Nacht eine Elefantenherde besucht hatte, begrüßten uns am Morgen in einiger Entfernung 7 Giraffen. Die Elefanten sahen wir später noch einmal, die Herde bestand aus mindestens 40 Tieren, sehr beeindruckend .
Weniger beeindruckend war die Tatsache, dass wir für den Campingplatz in Zikomo, der keinen Strom und kein WLAN hat, aber traumhaft gelegen ist, pro Person 50 US-Dollar pro Tag zahlen mussten, Kartenzahlung nicht möglich war, sondern nur Paypal an Freunde und wir keine Quittung erhielten. Trotzdem ist der Platz empfehlenswert.
Für heute hatten wir die Old Petauke Road nach Petauke vorgenommen. Die Spanier, die wir vor zwei Tagen kennengelernt hatten, die seit 9 Monaten von Pamplona aus mit dem Landcruiser durch Afrika unterwegs sind, hatten uns erzählt, dass die Strasse gut in 4 Stunden zu schaffen ist.
Die Straße wurde in Teilen neu gemacht, was zur Folge hatte, dass keines unserer drei Navigationstools Guru, Tracks4africa und Organics den aktuellen Verlauf hatte, was wiederum dazu führte, dass Gudrun, die heute mit navigieren dran war, die Vor-Fahrer und Navigatorinnen wechseln täglich, sich 3 x verfahren hat, was aber glücklicherweise nur zu einem Zeitverlust von 15 Minuten führte. Allerdings war die spanische Angabe von 4 Stunden in keiner Weise nachvollziehbar oder erreichbar. Nach 3 Stunden eröffnete Martin mitten auf der Straße sein „Restaurant“ und kredenzte kurzerhand die Nudeln vom Vortrag, mit Gewürzen verfeinert, in der Pfanne. Insgesamt benötigten wir fast 7 Stunden reine Fahrzeit, die Straße ist streckenweise abenteuerlich. Die Fahrer haben auf der Strecke ihre silbernes Offroad-Abzeichen erhalten. In Petauke kauften wir schnell etwa ein und fuhren wieder zum Chimwenwe Hotel, bauten die Autos auf und gingen ins Restaurant. Als wir wiederkamen, war ein Bus mit 23 Touristen aus Uruguay angekommen, die ihre Zelte zum Teil direkt neben unseren Autos aufgestellt hatten. Gudrun hat dann mit ihren grandiosen Spanischkenntnissen freundlich den Guide angesprochen und ein Zelt, was es Heike und Martin unmöglich gemacht hätte, in das Auto zu gelangen, wurde sofort umgesetzt und alle waren zufrieden. Wir haben festgestellt, dass wir es nach 3 Wochen nicht mehr gewohnt sind, mit vielen Menschen an einem Ort zu sein. Entgegen unserer Erwartung war die Nacht trotzdem sehr ruhig und angenehm.

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